Herausgegeben im Februar 2017

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Die Familienzeitung

Fürstenwalder Bilderbogen

Moritat

ZEITLEISTE

Die Dienstmagd Margarethe Lumpe erschlägt in Fürstenwalde ihre Dienstherrschaft Elisabeth Hurte, um

108 Taler für den Kauf einer goldenen Haube zu stehlen.

10. April 1725

Ihr Ehemann Gottfried Weiße fand sie bei seiner Heimkehr von einer Messe in Frankfurt.

11. April 1725

Das Königliche Kriminalgericht spricht die Lumpe schuldig und verurteilt sie zum Tode durch Enthauptung.

25. Oktober 1725

Die Mörderin wird zuerst mit glühenden Zangen gerissen, dann mit dem Schwert geköpft. Der Körper wird aufs Rad geflochten und der Kopf auf eine Stange gesteckt.

23. November 1725

Als der Brauereieigner und Gewandschneider Gottfried Weiße am 11. April 1725 von einer Messe in Frankfurt nach Hause kam, fand er seine Ehefrau Elisabeth Hurte erschlagen im Schlafgemach vor.

Raubmord zu Fürstenwalde

Aus der Chronik von Dr. Goltz ist dazu überliefert, dass die Vollstreckung des Todesurteils in den Händen des Scharfrichters Untermann lag. Gemeint ist hier Johann Christoph Untermann,

mein 7 mal Urgroßvater.


Die letzte festgehaltene öffentliche Hinrichtung in Fürstenwalde fand vor den Mauern der Stadt, auf dem Galgenberg statt.

Dr. Goltz beschreibt die Hinrichtung wie folgt:

„Hier wurde die Mörderin zuerst mit glühenden Zangen angegriffen und zerrissen, und dann mit dem Schwerte vom Leben zum Tode gebracht. Ihr Körper wurde aufs Rad geflochten, der Kopf auf eine Stange gesteckt und der Knüttel, womit die Schandtat geschehen war, daneben aufgehangen.“

Die Hinrichtung war öffentlich. In erster Linie zur Abschreckung aber auch, weil das Volk zu diesen Veranstaltungen immer gern zusammenlief.

Heute gibt es dafür das Dschungelcamp im Fernsehen.

Aus der Chronik

über den ruchlosen Raubmord der Dienstmagd Margarete Lumpe an ihrer Herrin Elisabeth Hurte, geschehen am 10. April 1725 zu Fürstenwalde

Zu singen auf die bekannte Melodie: "Mariechen saß weinend im Garten..." - mit Gefühl und Entrüstung

Nach der Chronik von Dr. Goltz gedichtet von Frederico Blaugrau, gezeichnet von Claudia Gutschein Druck gebracht von der Agentur C für das Museum Fürstenwalde im Mai 2007Reprofotografie für diese Site mit freundlicher Genehmigung (c) by JWO-JWO